SVD mit fünfter Auswärtsniederlage in Folge: "Müssen nach unten gucken"

Durch die 1:2-Niederlage beim SSV Ulm hat der SV Darmstadt 98 erneut auswärts nicht punkten können und muss den Blick weiter nach unten richten. Trainer Florian Kohfeldt kritisierte im Anschluss der Partie die Chancenverwertung seiner Mannschaft und will vor den verbleibenden Partien noch einmal "die Sinne schärfen". 

"Verdienter Heimsieg der Ulmer"

Nur zwölf Zähler in 14 Partien, zuletzt achtmal sieglos, wobei die letzten fünf Partien allesamt verloren gingen: Die Auswärtsstatistik von Darmstadt 98 liest sich in der aktuellen Spielzeit wie die eines Abstiegskandidaten. Und tatsächlich ist der Vorsprung auf die Abstiegsplätze durch die Niederlage beim SSV Ulm bis auf acht Zähler geschrumpft, sodass der Blick der Südhessen weiter nach unten gehen muss. Dabei ärgerte sich Darmstadts Trainer Florian Kohfeldt nach der Partie insbesondere darüber, wie unnötig diese Niederlage zustande kam. "Wir haben es wieder einmal nicht geschafft, unsere Chancen zu nutzen. Dann geben wir Ulm beim ersten Gegentor das Geschenk, das sie dann auch angenommen haben", so der 42-Jährige.

Trotz alle dem sprach Kohfeldt von einem verdienten Sieg der Spatzen: "Warum verdient? Nicht aufgrund des Chancenverhältnisses, da hatten wir die hochkarätigeren Chancen. Wir müssen aber einfach die Tore machen. Ein verdienter Heimsieg der Ulmer ist es deshalb, weil sie das Spiel gefühlt haben und genau wussten, wann es wichtig wurde, die Tore zu machen. Ulm hat eine grandiose kämpferische und aufopferungsvolle Leistung gebracht und es gerade gegen Ende sehr clever gemacht", erklärte der Lilien-Coach.

Kohfeldt will "Sinne schärfen"

Den Worten seines Trainers konnte der Torschütze des Anschlusstreffers, Clemens Riedel, nur zustimmen: "Respekt an Ulm, sie haben es clever gemacht heute." Dennoch sah auch Riedel vor allem in der eigenen Offensive Verbesserungsbedarf: "Wir haben uns ordentlich ins letzte Drittel gespielt und uns Chancen erarbeitet, die dann leider nicht reingingen. Da müssen wir konsequenter sein und einfach die Tore machen." Für den Kapitän sei es ein Spiel gewesen, "was du nicht verlieren solltest".

Zwar beträgt der Vorsprung auf die Ulmer noch acht Zähler, allerdings kann Braunschweig den Abstand auf Platz 16 am Sonntag sogar noch auf fünf Punkte verkürzen. Dementsprechend klar urteilte Riedel: "Wir müssen nach unten gucken. Jedem muss bewusst sein, dass wir noch Punkte brauchen, um da unten rauszukommen. Wir haben jetzt entscheidende Wochen vor der Brust, in denen wir mehr zeigen und dreckiger sein müssen." Auch sein Trainer Florian Kohfeldt drang in die Kerbe und betonte, dass es nun darum ginge, "die Sinne scharf und die Leistung hochzuhalten." Dabei kommt es den Lilien wohl entgegen, dass die nächste Partie wieder am heimischen Böllenfalltor stattfindet, wo der SVD am kommenden Samstag Greuther Fürth empfängt.

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